EMDR - ein Therapiekonzept aus der Psychotraumatologie

E M D R

EMDR - vier unscheinbare Buchstaben - hinter denen sich ein Therapiekonzept aus der Psychotraumatologie verbirgt. Das Verfahren, Eye Movement Desensitization and Reprocessing, wurde im Jahre 1989 von Dr. Francine Shapiro vom Mental Research Institut in Palo Alto (Kalifornien), mehr durch Zufall, entdeckt. Es wird erfolgreich eingesetzt bei Patienten mit Angstzuständen und nach Traumata. Unter bestimmten Umständen kann es auch bei anderen Angstformen helfen. Aber Vorsicht: Die EMDR.-Behandlung eignet sich nicht für alle Betroffenen. Und die Therapeuten sollten eine bestimmte Ausbildung vorweisen können!

"Auf einem Spaziergang bemerkte sie (Dr. Francine Shapiro, Anm. der Verfasserin), dass wiederkehrende stark störende Gedanken, die mit ihrer Trennung zusammenhingen, plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen. Sie fand den Grund dafür heraus: Ihre Augen hatten sich unwillkürlich häufig schnell hin und her bewegt, während die störenden Gedanken auftraten. Diese Gedanken schwanden und wenn sie sie freiwillig heranholte, waren sie nicht länger erregend-störend." (*1)

Daraus entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von Augenbewegungen, ähnlich den REM-Phasen während des Träumens, zunächst erprobt an Freunden, Bekannten und Kollegen und schließlich an den ersten Klienten.

Seit der ersten Veröffentlichung wurde dieses Verfahren intensiv erforscht. Heute gibt es hierzu mehr kontrollierte Studien über die Wirksamkeit, als über jede andere Methode der Traumabehandlung.

Anwendung findet EMDR speziell bei Erkrankungen wie der posttraumatischen Belastungsstörung bei Einzeltraumatisierungen (z.B. durch Unfall, Vergewaltigung) oder auch bei komplexen Traumatisierungen in Kindheit oder Erwachsenenalter (z.B. bei Kriegsveteranen oder Missbrauchsopfern).

Zwischenzeitlich gibt es aber auch die ersten Versuche, Phobiker mit EMDR zu behandeln. Jedoch zeigen sich Ansätze dafür, dass bei bestehenden einzelnen Phobien eine Exposition in vivo EMDR vorzuziehen ist, obwohl durchaus Anzeichen dafür bestehen, dass es sinnvoll sein könnte, EMDR in die Behandlung zu integrieren zum Beispiel dort, wo eine solche Therapie sehr teuer (Flugangst), schwer durchführbar (Angst vor Wirbelstürmen) oder sogar gefährlich (Angst vor Wespen) ist.

Wie EMDR genau funktioniert, welche Vorgänge dabei im Gehirn vorgehen, ist noch weitgehend unbekannt.

Bekannt ist jedoch, dass normalerweise Erlebnisse vom Verstand bearbeitet und abgespeichert werden. Ein Trauma jedoch überfordert die Verarbeitungsfähigkeiten des Gehirns. Dadurch kann es zu sogenannten Flashbacks oder intrusiven Gedanken kommen, desweiteren Ängsten, Schlafstörungen oder Alpträumen. Ein Auslösereiz genügt und das Erlebte wird immer und immer wieder durchlebt. Gefühle, Gerüche, Geräusche der Originalsituation sind so präsent, als wenn sie eben erst passieren würde.

Oftmals bekommt der Klient dadurch auch eine negative Einstellung zu sich selbst, das weitere Leben wird maßgeblich vom damaligen Ereignis bestimmt, das Trauma entsteht.

EMDR kann eine wirkungsvolle Hilfe dabei sein, Bilder und Gefühle, die mit dem Trauma assoziiert werden, zu desensibilisieren, die Gedanken, die mit dem Trauma in Verbindung gebracht werden, zum Positiven zu ändern. So kann EMDR die Blockade im Gehirn auflösen, den Heilungsprozess einleiten.

Skeptiker behaupten, das Trauma werde nur unterdrückt, könne irgendwann wieder aufleben. Deswegen wird in Studien zum Thema auch soviel Wert darauf gelegt, ehemalige Klienten nach längeren Zeiträumen erneut zu befragen. Die Erfolgsrate von EMDR beim posttraumatischen Belastungssyndrom konnte dadurch auf 90 % festgelegt werden, der größte Teil der Klienten ist auch Jahre nach Behandlungsende noch beschwerdefrei und in der Lage ein normales Leben ohne jegliche Einschränkungen zu führen.

Für EMDR spricht auch, dass eine deutliche Besserung des Zustands zumeist innerhalb weniger Therapiesitzungen zu erreichen ist. Oftmals genügen 2 - 6, um dem Klienten den Leidensdruck zu nehmen und ihn in Kombination mit anderen tiefenpsychologischen Verfahren im weiteren Verlauf zu stabilisieren.

Eine wichtige Komponente nimmt EMDR bei der Behandlung traumatisierter Kinder ein. Diese sind oftmals aufgrund ihres Alters noch nicht in der Lage, genau über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen. Für sie kommt auch oftmals die Methode der Augenbewegungen nicht in Frage, so dass hier andere Formen bilateraler Stimulation (bsp. abwechselndes Klatschen mit der linken und rechten Hand) eingesetzt werden.

Die Erfolgsrate ist hoch, wie sich an einem Jungen zeigte, der dadurch traumatisiert worden war, dass er während einer Operation aus der Narkose erwachte. Monatelange Alpträume, Verhaltensauffälligkeiten brachten die Eltern an den Rand ihrer Nervenkraft. Die Therapie mit EMDR war so effektiv, dass nur zwei Sitzungen genügten, ihn in ein Kind zu verwandeln, dass den Schatten dieses Horrors hinter sich lassen konnte.

Dennoch sollte davor gewarnt werden, EMDR als Wundermittel einzustufen. Eine Behandlung darf und sollte nur von einem Therapeuten durchgeführt werden, der für Psychotherapie ausgebildet ist und an einem speziellen Training des EMDR-Instituts teilgenommen hat. Er wird zusammen mit Ihnen entscheiden, ob EMDR für Ihr spezielles Problem geeignet ist und gegebenenfalls in Kombination mit anderen Verfahren bei Ihnen anwenden.

© Astrid Krüger, 06-09-1999

 

 

Die Bezeichnung Klient bzw. Therapeut/Psychologe steht grundsätzlich für Personen beiderlei Geschlechts. Auf eine Differenzierung habe ich aus Gründen der Vereinfachung verzichtet.

 

 

Literatur:

       *1)      Report Psychologie 22 (2/97) Prof. Reinhard Tausch

Treatment of Specific Phobias with Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR): Protocol, Empirical Status, and Conceptual Issues: A. De Jongh, E. Ten Broeke, M.R. Renssen
aus: Journal of Anxiety Disorders, Vol. 13, No. 1 - 2, pp. 69 - 85, 1999

Fachartikel EMDR: Oliver Schubbe: EMDR in der Therapie psychisch traumatisierter Kinder
aus: Manuskript für C. Eschenröder, Augenbewegungsdesensibilisierung und Neuverarbeitung traumatischer Erinnerungen - EMDR nach Francine Shapiro (Arbeitstitel). DGVT-Verlag, im Druck.

Buchbesprechung "EMDR in Aktion": Dr. Rudolf Sanders
aus: www.beratung-aktuell.de, Ausgabe 2-1999

What is EMDR? - A Guide for Consumers: Deany A. Laliotis, Maryland, USA
New Type of Psychotherapy Seen as Boon to Traumatic Disorders: Carole Paquette
aus: The New York Times, Sunday, October 24, 1997

EMDR and Life After The Blast: Don Oldenburg
aus: The Washington Post, July 21, 1995

EMDR - Eine neue Methode zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen: Arne Hofmann
aus: Psychotherapeut Heft 41, 1996: S. 368 - 372, Springer Verlag

EMDR in der Therapie posttraumatischer Belastungsstörungen: A. Hofmann, F. Ebner, Christine Rost
aus: Fundamenta Psychiatrica Heft 1, 1997: S. 74-78

Neuere Fortschritte im Bereich der Psychotraumatologie:
Vortrag von Dr. Francine Shapiro in der Universität Köln am 04.09.97

 

Bücher zum Thema:

EMDR in der Therapie psychotraumatischer Belastungssyndrome
Arne Hofmann, Thieme 1999
149 Seiten - DM 59,--

EMDR, Grundlagen und Praxis. Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen.
Shapiro, Francine, Junfermann 1998
85 Seiten - DM 69,--

EMDR in Aktion. Die neue Kurzzeittherapie in der Praxis
Shapiro, Francine, Junfermann 1998
341 Seiten - DM 44,--

EMDR, Eine neue Methode zur Verarbeitung traumatischer Erinnerungen
Hrsg. von Christof T. Eschenröder. Forum für Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, Bd. 38, 1997
DGVT-Verlag 192 Seiten - DM 36,--

Innovative EMDR-Ansätze
Hrsg. von Philip Manfield, Junfermann 1999
300 Seiten - DM 58,--

EMDR, Der Weg aus dem Trauma. Über die Heilung von Traumata und emotionalen Verletzungen.
Parnell, Laurel, Junfermann 1999
80 Seiten - DM 39,80

 

Interview zum Thema mit Helga Mattheß:

Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin

Eigene Praxis mit Spezialisierung auf Psychotraumatologie und Psychoonkologie

Aus- und Weiterbildungen in Psychoanalyse, Katathym-imaginativer Psychotherapie, Gestalt- und Bewegungstherapie.

 

 

Frau Mattheß, welche Voraussetzungen sind notwendig, um eine Ausbildung in EMDR zu machen?

Vor der Weiterbildung in EMDR steht eine fundierte allgemein-orientierte psychotherapeutische Ausbildung, gleich welcher Richtung. Diese ist nach einem Studium der Medizin oder Psychologie erforderlich und wird in anerkannten Instituten in Deutschland angeboten.

Anschließend gibt es eine spezielle Weiterbildung in EMDR, die den Standards von EMDRIA (einer internationalen Organisation, s.u.) entsprechen sollte. Hierzu gehören Kurse und spezielle Supervisionen für EMDR. Dabei geht es darum, die bisher behandelten Fälle mit erfahreneren Kollegen zu besprechen.

Da die Technik des EMDR relativ einfach ist, besteht die Gefahr, daß die Methode auch von Therapeuten angewandt und weitergegeben wird, die wenig Erfahrung haben. Deswegen wurde in Deutschland, wie zuvor schon in den USA, ein gemeinnütziger Verein, genannt EMDRIA (EMDR - International Assoziation), gegründet. Dieser soll die notwendigen Standards in den Voraussetzungen für die Ausbildung und für die Ausübung selbst überwachen. Außerdem hält dieser Verein Kontakt zu den verschiedenen nationalen Organisationen, über die auch Forschungen und neue Ergebnisse und Erkenntnisse ausgetauscht werden.

EMDRIA fordert eine allgemeine Ausbildung in Psychotraumatologie, da verschiedene Krankheitsbilder (der dissoziativen Störungen) einen fundierten theoretischen und praktischen Hintergrund erfordern. Der ist jedoch in den älteren Richtlinien für die Curricula der Ausbildungsinstitute zum Teil noch nicht enthalten.

 

Könnten Sie uns kurz schildern, wie eine Behandlung mit EMDR aussieht?

Die Behandlung mit EMDR hat als Kernstück die "bilaterale Stimulation", wie sie Francine Shapiro am Anfang ihrer Forschungen mit den Augen entdeckt hat. Heute weiß man, daß man nicht nur mit schnellen Augenbewegungen nach rechts und links Verarbeitungsprozesse im Gehirn anregen kann, sondern auch mit abwechselnden Berührungen, z. B. an Händen oder Knien oder mit Fingerschnipsen rechts und links von den Ohren. Mittlerweile gibt es auch Geräte, die benutzt werden können. Dazu gehören Kopfhörer mit Summen auf beiden Seiten, eine Lichtlaufleiste, auf der ein Licht von einer Seite zur anderen läuft oder auch den Tappern. Das sind zwei kleinen Kapseln, die in den Händen gehalten werden und die abwechselnd vibrieren.

Das Kernstück der bilateralen Stimulation wird durch das Protokoll ergänzt, in dem Erkenntnisse aus den verschiedensten psychotherapeutischen Verfahren zum Tragen kommen. Es wird die belastende und traumatisch besetzte Szene, die in der Sitzung bearbeitet werden soll, beschrieben und getriggert (d.h. im inneren Erleben verstärkt). Außerdem wird mit Kognitionen gearbeitet, einerseits negativen (meist "falschen", z. B. sich selbst entwertenden) und positiven (das, was man sich wünscht) Sätzen, die sich auf sich selbst und die damalige Situation beziehen. Zur Überprüfung der Beeinträchtigung gibt es Skalen, die die subjektive Belastung und die Stimmigkeit der positiven Kognitionen abfragen. Schließlich wird als wichtiger Parameter noch auf die Körperreaktionen geachtet, da sich viel Belastendes und Ängstigendes im "Körpergedächtnis" speichert.

Aus den Veränderungen in der Selbsteinschätzung der Kognitionen, des Körpererlebens und der Befindlichkeit vor der bilateralen Stimulation, kann der Therapeut im weiteren Verlauf der Sitzung das "Prozessieren", d.h. das Durcharbeiten der belastenden Szene oder Empfindung, abschätzen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Techniken, die zu erklären aber hier zu weit führen würde.

 

Welche Klienten behandeln Sie speziell mit EMDR?

Meist setze ich EMDR als Zusatzverfahren im Rahmen meiner Therapien ein. Bei Menschen, die in der Kindheit traumatisiert worden sind, ist Sicherheit in der therapeutischen Arbeit und Vertrauen zu dem Therapeuten wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Oft vergehen viele Monate, manchmal auch Jahre, bis ein Patient, der in seiner Kindheit nie gelernt hat, zu vertrauen oder sicher zu sein, soviel innere Stabilität für sich gewonnen hat, daß er in einer EMDR-Sitzung beispielsweise sexuelle Traumatisierungen verarbeiten kann.

Es gibt allerdings auch Patienten, die ich gleich von Anfang an fast ausschließlich mit EMDR behandele. Das sind in der Regel Menschen, die ohne vorherige psychische Belastungen einen Unfall, z. B. mit der Bahn erlebt haben und sich nun nicht mehr trauen, in einen Zug zu steigen. Oder solche, die einen Autounfall hatten. Bei diesen Menschen genügen oft eine oder zwei Sitzungen mit EMDR, um die akute Angstsymptomatik zu beseitigen.

In letzter Zeit habe ich EMDR auch bei Patienten mit einer Karzinomerkrankung bzw. -diagnose, oft vor der ersten Operation, eingesetzt. Das Wissen, an einer oft tödlich endenden Erkrankung zu leiden, ist für die meisten Menschen ein traumatisches Erlebnis. Mit EMDR können, nach meiner Erfahrung, belastende Erinnerungen abgeschwächt werden. Ebenso werden die inneren Kraft- und Widerstandsreserven mobilisiert, die bei den anstrengenden Operationen und Chemotherapien dringend nötig sind.

 

Welche Erkrankung bzw. welche Klientel ist für eine Behandlung mit EMDR nicht geeignet?

Im Prinzip ist EMDR für alle Menschen, die belastende Ereignisse zu verarbeiten haben, geeignet.

Da diese Methode Erinnerungsbarrieren durchbrechen kann, ist ein Mensch, der häufig von belastenden Ereignissen in seinem Leben überflutet wird, ohne entsprechende Vorbehandlung nicht für eine Therapie mit EMDR geeignet.

Wichtig ist, daß der Mensch, der behandelt werden soll, vorher genügend innere Stabilität entwickelt. Zusätzlich erlernt er spezielle Übungen, um nicht von belastenden Erinnerungen zu sehr überflutet zu werden. Hierzu gibt es spezielle Techniken, die ein in Psychotraumatologie ausgebildeter Therapeut kennt und die z.T. auch in der EMDR-Ausbildung gelehrt werden.

 

Welche Erfahrungen haben Sie persönlich mit der Wirksamkeit von EMDR gemacht?

In meinen Therapien wende ich EMDR seit ca. 2 Jahren regelmäßig und immer häufiger an. Oft bin ich selbst erstaunt, wie schnell durch eine solche Sitzung Symptome verschwinden. Besonders erwähnungswert ist, wie bei meinen Karzinompatienten neue Kraft und Hoffnung wächst, speziell bei denen, die vorher sehr depressiv waren. Mehrfach habe ich den Effekten selbst kaum glauben können. Da ich viele der Patienten über längere Zeit in ihrem Leben begleite (bei einigen habe ich auch später telefonisch nachgefragt), weiß ich, daß das Erreichte fast immer konstant bleibt. Von meinen Patienten habe ich bisher noch nichts Gegenteiliges gehört.

Ich bin allerdings sehr vorsichtig, wenn ich das Verfahren einsetze, da ich weiß, wie wirksam die Methode ist. Schließlich will ich meine Patienten nicht mit überflutenden Erinnerungen überfordern.

Beeindruckt hat mich die EMDR-Behandlung bei einem 56-jährigen Patienten, der seit frühester Kindheit (vermutlich durch Kriegsereignisse) Angst entwickelt hat, sich in größeren Gruppen zu bewegen, dort zu äußern. Wegen seiner Ängste mußte er beruflich große Einschränkungen in Kauf nehmen. Nach ca. 6 EMDR-Sitzungen war seine Angst verschwunden. Jetzt überlegt er sogar, ein großes Fest zu seiner bevorstehenden Silberhochzeit zu organisieren und eine Rede zu halten.

 

Wie ist die Reaktion der Klienten auf eine Behandlung mit EMDR?

Der Satz in meiner Ausbildung: "Erwarten Sie keine Dankbarkeit von den Patienten. Sie wissen hinterher nicht mehr, wie belastend es vorher gewesen ist", hat mit bei einigen Patienten sehr geholfen.

So war es beispielsweise bei einer meiner Patientinnen. Sie war von ihrem prügelnden Ehemann geflohen, so daß sie über viele Monate hinweg nicht von ihm hat sprechen können, ohne in Schweißausbrüche zu geraten. In die Therapiestunde nach der EMDR-Behandlung kam sie mit den Worten: "Ich weiß gar nicht, warum ich vorher vor diesem Kerl so viel Angst gehabt habe."

Die Erinnerung verändert sich durch die Behandlung in ihrem Gefühlsinhalt. Durch EMDR kann manches, was vorher die Gedanken beherrscht hat, vergessen oder zumindest unwichtiger gemacht werden.

Ich habe auch erlebt, daß eine Patientin, die nach einer sehr belastenden Krebsbehandlung nicht mehr ohne Begleitung auf eine öffentliche Toilette gehen konnte, die Angst durch eine Sitzung komplett verlor und dafür sehr dankbar war. Es gibt sehr viele Beispiele. Alle Patienten fühlten sich von dem, was sie vorher gebunden hatte, befreit und leichter.

 

Wo finde ich einen speziell für EMDR ausgebildeten Therapeuten?

Um die Qualität der Ausbildung sicher zu stellen wurde, wie bereits oben erwähnt, der EMDRIA-Verein gegründet, der national für die Standards sorgen soll. Deswegen kann ich jedem nur empfehlen, einen Therapeuten zu suchen, der über den Verein organisiert ist und die Ausbildung bei einem autorisierten Institut absolviert hat.

 

Frau Mattheß, danke für das Gespräch.

 

erschienen in der DAZ, IV/1999

daz - Deutsche Angst-Zeitschrift
DASH
Bayerstraße 77a
80335 München

 

erschienen am 17-01-2000 in GRATISWORLD.
Die Firma Gratisworld hat ihren Betrieb eingestellt. Die Firma gratiswaren.de hat einen Großteil des Angebotes übernommen. Leider jedoch nicht den redaktionellen Teil des ursprünglichen Angebotes.

 

erschienen in Lichtstrahlen, Ausgabe 17/2002
Eine Selbsthilfezeitung für und von multiplen/stark dissoziierenden Menschen mit dem Hintergrund von rituellem Mißbrauch.
http://lichtstrahlen.opfernetz.de

 

 

Internationale Ansprechpartner erhalten Sie über die Homepage von www.emdr-practitioner.net

In Deutschland erreichen Sie Kontaktadressen über die Therapeutenliste von www.EMDRIA.de

Unter dieser URL erreichen Sie eine Auflistung von Psychotherapeuten, nach PLZ geordnet.

 

 

Ansprechpartner in Österreich:

Peter Schutz
Widerhofergasse 4

A-1090 Wien

Ansprechpartner in der Schweiz:

Dr. med. Rolf Köster
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, EMDR Level II
Sonnengutstr. 2

CH-5620 Bremgarten

© 2003 Astrid Krüger
Ein Hinweis zum Urheberrecht: Sie sind herzlich eingeladen, meine Texte zu lesen. Zum privaten Gebrauch dürfen sie auch ausgedruckt, sowie Bekannten und Freuden zum Lesen gegeben werden.
Jegliche andere Verwendung, Veröffentlichungen, egal in welchem Medium oder der Verkauf, bedürfen allerdings meiner Zustimmung.


Dies ist ein Frame von www.astrid-krueger-panik.de
Copyright © 2003 Astrid Krüger. Alle Rechte vorbehalten

Bei Problemen mit dieser WEB-Seite wenden Sie sich bitte an eye-print