Nadine
Hallo zusammen!
Ich bin 19 Jahre alt und leide jetzt ungefähr seit 6 Jahren an an einer Mischung aus
Panikattacken und einer spezifischen Angst. So eigenartig manche dies auch finden werden,
aber meinen größten Horror habe ich davor, mich erbrechen zu müssen. Ich habe mittlerweile
schon alles versucht: Tabletten, Therapie, Homeopathie, ...
Inzwischen weiß ich genau über diesen verdammten Teufelskeis bescheid. Bei mir ist es so:
Erst schleicht es sich an (bewußt und oft auch unbewußt), dies kommt durch irgendwelche
Gedanken, Bilder und soeben passierte Geschehnisse, danach entsteht genau das, was mich so
krank macht, der Weg, der sich in meinem Hirn zusammen gebraut hat, Gedanken gleich auf
mich zu projezieren, ich bekomme Panik mich zu erbrechen, mein Hals schnürrt sich von innen
und außen zu, ich zittere, ich schaue intensivst in mich hinein, verspüre ich jetzt noch
ein blubbern im Bauch oder bekomme Bauchschmerzen die ich mir eh nur einbilde (alles was
ich betend hoffe nicht zu verspüren - kommt), meine Angst wird immer schlimmer ... Ich weiß
in diesen Augenblicken ganz genau wenn ich auf andere Gedanken kommen würde, würde es
verschwinden, also versuche ich mich krampfhaft abzulenken, indem ich mich schon
automatisch heftig kratze oder mich ziemlich arg kneife, der Schmerz hilft mir am stärksten
wenn der Kloß im Hals so riesig wird, dass ich keine Luft mehr bekomme. Und dann ist nach
manchmal 10 min. oder auch 2-3 Stunden der ganze "Spuk" vorbei und ich fühle mich wie
ausgebrannt.
Ich habe durch die Angst meine erste Ausbildung aufgegeben, weil ich mich nicht mehr in die
Massen getraut habe, voralledingen aus Angst mich anzustecken (mein größtes Grauen ist die
Magen- Darmgrippe) wenn ich schon höre, dass irgendjemand dies hat, will ich am liebsten
sterben.
Meiner Meinung nach, fühlen Menschen, die von Panik oder Angst betroffen sind, sich sehr
schutzlos und haben keine innerliche Sicherheit, auch wenn ich dieses für mich selbst nie
zugeben würde, aber dies ist es auch genau bei mir. Mir geht es schon einer Weile relativ
gut. Durch meinen Freund mit dem ich jetzt seit 7 Monaten zusammen wohne, habe ich jetzt
das erste Mal in meinen Leben ein Gefühl von Sicherheit und beschützt zu werden. Ich fühle
mich momentan so, wie ich mich eigentlich schon aufgegeben habe, einfach ein lebensfroher
Mensch zu sein.
PS: Ich möchte jedem der von Angst und Panik betroffen ist sagen, dass es viele Menschen
gibt, die jede Angst (egal vor was) nachvollziehen und mitfühlen können. Kämpft mit aller
Kraft, den Weg in eurem Gehirn zu brechen und einen neuen zu bauen. Alles Gute. LEBT!!!!!
Freu mich über jede Mail und schreibe gern zurück!

Nadine, am 07-07-2003
Mona
habe vor ca. 2 jahren diese tolle seite zum erstenmal besucht.. damals
voller verzweiflung weil ich keinen weg aus meiner panik fand... ich glaube man kann suchen
und suchen und findet keine antwort... es müssen dinge geschehen.. man muss ehrlicher zu
sich selbst sein.. und raus mit der meinung..egal ob den eltern, geschwistern oder dem
ehemann gegenüber... dann ändern sich die dinge.. und auch die zustände. ich bin 32 jahre
alt und litt 10 jahre an schlimmsten angst und panikstörungen. mein mann meine kinder,
meine freunde.. alle litten mit.. bis ich die dinge gerade rückte die mich schon immer
gestört haben.. dann kamen etliche steine ins rollen.. viele veränderungen, viele
einsichten, viele abschiede von alten strickmustern.. dafür neue offene türen.. ich musste
nur durchgehen.. als sich all das zuspitzte kam dann erstmal dieser mittwochmorgen im
oktober 2002.. alles brach zusammen. mein altes system brach zusammen, in mir, mit mir..
ich hatte einen ganz heftigen nervenzusammenbruch.
obwohl ich 10 jahre immer nur angst vor der angst hatte.. passiert ist mir bis zu dem tag
nämlich noch nie was... tja der zusammenbruch alarmierte dann eine freundin die selber
ärztin ist (sich aber nie nach meinem befinden erkundigt hat - sie meinte ich hätte sie ja
fragen können, aber dazu war ich ja wohl die ganze zeit noch nicht bereit) da hat sie
recht.. denn die dinge müssen reifen! der zusammenbruch, die hilfe der freundin mit dem
medikament. in der nächsten woche der besuch beim neurologen.. (zuvor hatte
ich nur immer meine hausärztin und eine homöopathin aufgesucht).. echt total nett der
arzt.. kannte vom telefon meine problematik und hat sich dann erstmal total gefreut als ich
in der praxis wahrhaftig vor ihm stand.. ich hätt ihn knutschen können. er verschrieb mir.
davon nehme ich seitem die mindest dosis von 20 mg tägl. ... die ersten 3
wochen dachte ich: jetzt muss ich doch tatsächlich sterben.. aber das war natürlich nicht
so.. zumal sich durch meine vorherige sortiererei an freunden gelohnt hatte und sich nun
die spreu vom weizen trennt und die "netten" stündlich anriefen und stündlich vorbeikamen
um mir zu bestätigen das ich noch lebe... und dann gings nur noch ganz steil BERGAUF!!!!
:) MIR GEHT ES FABELHAFT !! für meinen mann, meine kinder, meine familie und alle anderen
die mich kennen begann damit das absolute chaos... aber es ist herrlich... ICH LEBE... aber
wie gesagt...auch ich habe gesucht und gesucht.. geforscht... dachte ich hätte alles getan
um wieder gesund zu werden.. ich hätte ja viel früher einen neurologen aufsuchen können..
aber die zeit war noch nicht reif
ich kann niemandem einen rat geben und dennoch wünsche ich jedem betroffenen ganz viel
glück, mut und kraft das ihr es auch schafft... feste drückung an alle

Mona, aus 'sunny smily' 09-05-2003
irena
hallo, ich habe schon seit 20 jahren eine angststörung. Angefangen
hat es nach meinem 2ten sohn als er mal gerade ein halbes jahr alt war. Ich
wusste lange nicht was mit mir los war, habe bei einer grösse von 162 auf 45
kg abgenommen. gott sei dank habe ich einen arzt gefunden der meine not
problem erkannte. Ich war dann in einer gesprächstherapie, die mir auch
geholfen hat, aber ich hatte im letzten jahr ein SCHLÜSSELERLEBNIS und peng
jetzt hab ich die angst wieder, und schlimmer als je zuvor, komme nicht
mehr alleine aus dem haus, und warte auf eine therapie. Bin verzweifelt,
hatte auch einige erfahrungen als kind gemacht, weiss aber immer noch net ob
das zusammenhänge hat.

irena, aus rheinlandpfalz 03-01-2003
stähelin jeannette
Ich leide seit geraumer Zeit an Panik und Angststörungen. Ich suche
Kontakt zu anderen Betroffenen. Ich wohne in Zürich, und suche Gleichgesinnte zum
Erfahrungsaustaustausch. Ich bin Mutter von einem Mädchen (11) und einem Knaben(13).

Stähelin Jeannette, aus CH-8952 Schlieren 22-10-2002
Ulrike
Ich bin 23 Jahre und leide seit 2 Jahren unter Angst- und
Panikatacken. Bei mir tauchen sie plötzlich auf, egal wo ich bin und was ich
gerade mache.
Angefangen hatte es einfach abends wo ich allein zu hause war. ich bekam
plötzlich so ein komisches gefühl, wie ohmacht bzw. schwindel, dann fing
mein herz an zu rasen, mir wurde ganz heiß, dann dieses zittern u.s.w. ich
fing an zu hyperventilieren und rief den notarzt, der gab mir bloß ne tüte.
von da an häuften sich die anfälle und keiner konnte mir helfen, schließlich
bin ich ja organisch kerngesund. ich hatte dann eine stationäre therapie
gemacht, sie half mir schon aber nicht lange. jetzt sitze ich wieder mit
meiner angst an und weiß keinen weg da raus zu kommen.
ich habe in meinem leben schon viel schlimmes erlebt was wahrscheinlich auch
die ursache sein könnte. ich komme aus einer sehr großen familie, bin das
achte und jüngste kind. mein bruder mit dem ich aufwuchs war behindert und
starb da war ich 11 jahre, er wurde überfahren. meine anderen geschwister
sind wesentlich älter als ich, haben alle familie und kinder. dann starb
meine mutter an kerbs da war ich in der 10.klasse. mit 18.jahren wurde ich
schwanger von meinem freund, wir bekamen einen sohn, dario, der mit
7 monaten an plötzlichen kindstod starb, ich fand ihn. nachdem konnte
ich nicht mehr im dunklen schlafen und mußte immer meinen fernseher an haben
damit ich schlafen konnte.
etwa ein halbes jahr später war dann der erste anfall. mein freund trennte
sich später dann von mir, nach 3 jahren, er hielt es nicht mehr mit mir aus.
mein leben ist einfach kaputt und ich weiß nicht wie ich weiter leben kann.
ich will diese scheißverdammte angst nicht mehr haben, ich will wieder so
unbeschwert leben wie früher. Aber
wie??????????????????????????????????????????? ich brauch dringend hilfe,
bitte

Ulrike, aus Schwerin 29-05-2002
Anonym
Hallo!
Ich bin heute erst darauf gestossen, dass ich höchstwahrscheinlich unter
Angst/Panik leide. Seit über 10 Jahren (bin jetzt erst 21) möchte ich
sterben und wusste nicht mal warum. Wie ich hier erfuhr, bin nicht nur ich
von Arzt zu Arzt, von Therapie zum Psychiater gerannt und geschickt worden.
Das mir jetzt geholfen werden kann, kann ich mir auch noch nicht vorstellen.
Inzwischen habe ich natürlich unmengen von Drogen in mich reingestopft um
einfach dieses Gefühl auf Eis zu legen. Ich habe Angst vor anderen Menschen,
sowie Ärzte, Lehrern, Vorgesetzten, u.v.a. Wodurch ich ständig am Ende bin,
mich nicht mehr traue noch irgendetwas von mir zu geben oder von mir zu
halten.
Ich gehe zum Arzt und traue mich nicht nach einem Attest zu fragen, dann
traue ich mich ohne Attest nicht zur Arbeit, dann traue ich mich nicht mehr
zu meiner Mutter und dann bleibt nur noch: hoffentlich sterbe ich! Doch ist
es auch für mich ein Rätsel, wie ich mich von diesem reisengrossenmega Kloss
in meinem Hals und die Kälte um mich herum befreien könnte und auf mich höre
und etwas tue, ohne meinem Körper der dann gleich heult wie ein Schlosshund
wieder zu unterliegen.

Name: (Anonym), 05-12-2001
Kerstin
Ich bin Kerstin und 31 Jahre alt.Ich habe die Angstneurose
seit genau dem 1.Mai 1997. Bei fing es so an: Es war ein sonniger Tag, ich
wollte mit meiner Familie auf die Elbterassen fahren und schön Kaffee trinken.
Wir nahmen noch meinen Neffen mit. Also waren es 3 Kinder, mein damaliger Mann
und ich. Ich allein war auch diejenige die das Auto nur fahren konnte. An dem
Vormittag hatte ich sehr viel zu Hause noch gemacht. Den Abend zuvor bin ich
spät von der Arbeit heim gekommen. Ich bin Krankenschwester und arbeite
3 Schichten. Wir standen an der roten Ampel und plötzlich wurde mir
schlecht. Ich bekam kalte schweißige Hände, zitterte, mir war übel, Kloß im
Hals, Herzrasen, der Puls überschlug sich fast und Puddingbeine. Es war sehr
schlimm für mich. Von der Familie war kein Verständnis zu spüren, sie wollten
nur einen schönen Tag. Das ging nicht mehr. Von da an wurde alles schlimmer
und schlimmer. Tabletten, keine Lust zum Leben, Therapien, ein Arzt nach dem
anderen, es hätte ja vielleicht doch was Organisches sein können. Manchmal
wünschte ich mir das!!! Ich könnte ein Buch darüber schreiben. In groben Zügen
will ich es aber dabei belassen. Gruß Kerstin.

Kerstin Lehmann, 22-11-2001
Anke
Ich leide seit nunmehr 13 Jahren unter heftigen Angststörungen,
wobei sich bei mir die Angst vor der Angst besonders auf das Zittern
ausgerichtet hat. Mit den anderen Symptomen (Herzrasen, Schweissausbrüche,
nicht mehr Denken können, weiche Knie etc.) könnte ich leben, aber das
Zittern ist mir unendlich peinlich. Das führt dazu, das ich mich kaum in
Situationen traue, in denen ich eine Angststörung erwarte und
dementsprechend auch zittern werde. Also alle gesellschaftlichen Anlässe,
Firmenpartys, Treffen mit Freunden, Geburtstagsparties, aber manchmal auch
alltägliche Dinge wie einkaufen gehen, Bankschecks unterschreiben etc. Ich
kann mit Bekannten über das Problem reden, es aber nicht offen zeigen!!!
Selbst vor meinem Lebensgefährten, meinen Eltern und meiner besten Freundin
bringe ich es nicht fertig, die Angst einfach rauszulassen und offen zu
zeigen. Auch zahlreiche Therapien bringen keine Heilung, es geht mir mal
besser, mal schlechter. Gibt es im Raum Düsseldorf Gleichgesinnte, die sich
mal mir mir einer kritischen Situation stellen würden (beispielsweise essen
gehen...)? Ich hoffe sehr auf Antwort!!

Anke, aus Wesel, 15-08-2001
Petra
Guten Tag,
ich habe Ihr Forum durch Zufall gefunden und hoffe, hier entsprechend Rat und auch
Informationen von Menschen zu bekommen, die ebenfalls Panikattacken haben.
Kurz zu meinem Problem: Bei mir verlief alles so, dass ich erst einmal das Problem hatte,
von Arzt zu Arzt zu rennen. Ich bekam Schwindelanfälle und hatte auch 2x einen kleinen
Zusammenbruch auf meiner Arbeit. Diese Symptome wurden dem Arzt geschildert und trotz der
vielen Untersuchungen kam er zum Schluss: Alles i.O. Tja, unverrichteter Dinge ging ich
wieder heim. Als dann mit der Zeit auch noch beim Laufen sich Koordinationsfehler einschlichen
(ich ging teilweise mit einem "Linksdrall"), wurde ich sehr unsicher und traute mich
fast nicht mehr vor die Tür. Dann raffte ich all meinen Mut zusammen und ging nochmals zum
Arzt. Dieser überwies mich bez. einer CT in ein Krankenhaus.
Der Verdacht von ihm war Bandscheibe.... auch dieses ließ ich machen und: kein Befund. Nun
waren schon fast 7 Monate vergangen und meine Zustände nahmen überhand. So konnte ich bei
Menschenansammlungen von mehr wie 4 Leuten schon nicht mehr ruhig sitzen, das gipfelte
dann zum Schluss mit Atemnot, Herzrasen, Schwindel.... Ich war und bin am Ende, so am Ende...
Ein Neurologe brachte mich dann endlich darauf, diese Probleme nicht physisch sondern psychisch
abklären zu lassen. Mit großer Überwindung ging ich zu einem Therapeuten. Dieser überraschte
mich sofort damit, das es für ihn NICHTS neues ist, was ich ihm da erzähle. Ich war verwundert
und bekam Hoffnung, endlich jemand, der mich versteht und der mir hilft... Tja, leider ist
wieder ein Jahr vergangen und ich habe keine großen Fortschritte gemacht. Ich muss Medikamente
nehmen (Orap) um überhaupt an meiner Arbeit einigermaßen über die Runden zu kommen. Erschwert
wird meine Situation und ich denke auch die vieler Betroffener, dass keiner, der diese Probleme
nicht selbst hat, nachfühlen und vollziehen kann, welche Qualen man erleidet. Ich hoffe nun
hier Menschen zu finden, um sich auszutauschen, über Erfahrungen zu sprechen, um vielleicht
auch Therapie-Tipps zu bekommen oder Menschen, die wie ich einfach nur mal die eigenen
Erfahrungen hier posten.

Petra, 11-10-2000
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